Maria hat geholfen

Meine Pilgerwanderung führt mich von Lindau am Bodensee auf dem Jakobsweg durch die deutsche Provinz an die Ostsee – in die falsche Richtung sozusagen, mit Santiago de Compostela im Rücken. Pilgerwege sind jahrhundertealte Pfade der Besinnung und der spirituellen Suche. Auf diesen Wegen wanderten früher viele Menschen. Heute bin ich oft alleine; der einzige Gast in der einzig verbleibenden Wirtsstube im Ort, der einsame Wanderer im Transit durch leere Dörfer. Als Pilger in die falsche Richtung erfahre ich Gastfreundschaft, aber viele Orte sind auf den Besuch von Fremden gar nicht mehr eingerichtet. Geborgenheit und Verlorenheit, Vertrautheit und Fremdheit wechseln sich ab. Was Heimat ist, ändert sich mit den Landschaften, die ich durchgehe, mit den Menschen, denen ich begegne. Am Weg stehen Votivtafeln – „Maria hat geholfen!“ – aus Dankbarkeit für eine überraschende Genesung, eine glückliche Wendung des Schicksals. Sie sind Ausdruck einer Volksfrömmigkeit und bezeugen, dass manche auf dem Pilgerweg gefunden haben, wonach sie suchten. Die vorliegende Arbeit dokumentiert den südlichen Wegabschnitt von Bayern bis Sachsen.

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